Friedrichshafen übernimmt Führung in Pool E

FRIEDRICHSHAFEN — Der VfB Fried­richs­ha­fen ist mit drei Punkten in die Gruppen­pha­se der CEV Volley­ball Champions League gestar­tet. Das Team von Cheftrai­ner Micha­el Warm gewann am Diens­tag­abend das erste von drei Spielen im itaien­i­schen Trento gegen ČEZ Karlo­vars­ko mit 3:1 (25:14, 25:22, 23:25, 25:16). Da sich im anderen Spiel der Gruppe Trenti­no und Novosi­birsk nach fünf Sätzen die Punkte teilten, haben die Häfler Platz eins in der Tabel­le von Pool E übernom­men. Am Mittwoch trifft der VfB dann auf die Russen von Lokomo­tiv Novosibirsk.

ČEZ Karlo­vars­ko war noch gar nicht richtig auf dem Feld, da lachte Nicolas Marechal schon über das ganze Gesicht. Nach vier Punkten des Franzo­sen — zwei davon durch den Aufschlag — führte der VfB Fried­richs­ha­fen schon deutlich (4:0, 7:3). Von den Tsche­chen, die ohne den verletz­ten Zuspie­ler Lukas Tichac­zek nach Trento gereist waren, war wenig zu sehen. Marcel Lux drosch seine Angrif­fe regel­mä­ßig ins Aus und wenn sie durch­ka­men, konnte Libero Markus Steuer­wald vertei­di­gen und Fried­richs­ha­fen — wie Marechal zum 17:7 — verwan­deln. Zuspie­ler Dejan Vincic fand dann auch seine Mittel­blo­cker David Fiel und Marcus Böhme (20:11, 24:14). Martti Juhka­mi klopf­te mit dem fünften Ass der Häfler den Satzge­winn fest (25:14).

Wie das dann im Sport oft so ist, kam Fried­richs­ha­fen unkon­zen­triert aus der Satzpau­se. Die Annah­me war nicht mehr sauber, der Block nicht geschlos­sen. Und weil die Tsche­chen plötz­lich das Feld besser anvisier­ten, führte Karlo­vars­ko bis zur Mitte des Satzes (5:7, 12:14). Und dann kam Linus Weber. Der Diago­nal­an­grei­fer stell­te zwei Mal den Einer­block gegen Patrik Indra (13:14, 14:14) und die Häfler zogen wieder gleich. Dann kam der erneut hervor­ra­gend aufge­leg­te Martti Juhka­mi zum Aufschlag. Erst berei­te­te er einen leich­ten Punkt durch Dejan Vincic vor (22:21) und servier­te zum Satzball (24:21). Ein tsche­chi­scher Aufschlag­feh­ler besorg­te dann den Rest des Durch­gangs (25:22).

Karlo­vars­kos Trainer Jiri Novak ballte jetzt die Faust in der Tasche. So einfach sollte sich sein Team nicht geschla­gen geben. Bis zum 6:6 durch Marechal war der VfB noch gleich auf, dann war plötz­lich der Wurm drin. Lukas Vasina punkte­te mit dem Aufschlag (7:11) und Marechal musste sich Lux im Block ergeben. Weil auch im Angriff die Zielge­nau­ig­keit fehlte, waren die Tsche­chen mit großen Schrit­ten in Richtung Satzge­winn unter­wegs (15:18). Cheftrai­ner Micha­el Warm brach­te Joe Worsley für Vincic und Arno van de Velde. Das sollte fruch­ten, denn Juhka­mi verwan­del­te zwei Zuspie­le des jungen Ameri­ka­ners zum Anschluss (18:19). Schluss­end­lich funktio­nier­te der Block aber nicht optimal und Karlo­vars­ko brach­te den knappen Vorsprung ins Ziel. Das 23:25 hatten sich Lux und Co zu diesem Zeitpunkt auch verdient.
Vincic kam zurück und mit ihm auch die Häfler Spiel­freu­de. Nach Marechal Ass und Juhka­mis gefühl­vol­lem Roller war der deutsche Rekord­meis­ter zurück im Geschäft (3:1, 5:1). Wie im ersten Durch­gang war bei ČEZ Karlo­vars­ko von jetzt auf gleich der Spiel­witz verschwun­den, sodass vor allem Marcus Böhme durch die Mitte seine Freude hatte (13:9, 15:10). Und als der lange Deutsche dann auch noch im Block richtig stand, war das Spiel fast um (18:10). Marechal setzte noch den Einer­block für die Galerie (23:16) und Rares Balean bekam ebenfalls Einsatz­zeit. Mit einem grinsen­den Marechal — nachdem er erneut geblockt hatte — ging das Spiel zu Ende wie es begon­nen hatte (25:16).

„Wir sind gut in das Spiel gestar­tet, vielleicht sogar zu gut. Denn im dritten Satz haben wir ein wenig den Faden verlo­ren“, so Micha­el Warm nach dem Spiel. Am Ende haben wir aber eine gute Partie gemacht und uns die drei Punkte auch verdient.“

 

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