Kommunalwahlen in NRW – Der Herzinfarkt der SPD

In den letzten Tagen musste ich oft an Franz Müntefering denken. Nicht, weil er gerade offenbar ein Buch geschrieben hat. Sondern weil er mich als junger Korrespondent, zuständig für die SPD, beeindruckt hat. Diese trockene Art, dieses Schnörkellose, diese Eigenheit, immer eher ein Wort zu wenig als eines zu viel zu verlieren. Irgendwann war er mit seinen gelegentlichen Zigarillos, deren Rauch er haarfein ausstieß, so eine Art Clint Eastwood der SPD. 

Von Franz Müntefering habe ich die Bedeutung der Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen gelernt. Der Generalsekretär und spätere Parteivorsitzende war immer hochalamiert, wenn sich bei den Kommunalwahlen in NRW ein schwaches Ergebnis abzeichnete. Der Mann aus dem Sauerland wusste und weiß: Diese Kommunalwahlen sind eine Art Referendum an der Basis, wie es um die Sozialdemokraten bestellt ist in ihrem Kernland, in ihrer Bastion. NRW ist die Herzkammer der SPD. Sie hat dort nun einen Herzinfarkt bekommen.  

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