Langenargen

LANGENARGEN

Leben und arbeiten im "im Städtle mit einm Hauch von Orient"

Langenargen. Picture by Brigitta Ernst

„Langenargen ist nur mit den schönsten Ansichten bei Genua und Neapel vergleichbar“, wusste es die Literatin Annette von Droste-Hülshoff bereits im 19 Jahrhundert

400 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, bietet Langenargen am Bodensee beste Aussicht auf den See selbst und das Alpenpanorama und wird deshalb nicht umsonst „die Sonnenstube des Bodensees“ genannt.  Das Wahrzeichen, Schloss Montfort, ist auf einer Landzunge gelegen. Die „schönste Ruine, die ich je gesehen habe“, wie es Annette von Droste-Hülshoff in einem ihrer Briefe beschreibt, wurde 1861 abgerissen, an seiner Stelle steht seit 1866 das im maurischen Stil errichtete Schloss Montfort. Das Wahrzeichen Langenargens verbreitet einen Hauch von orientalischem Flair und befindet sich heute im Besitz der Gemeinde. Sein Konzertsaal und die traumhafte Seeterrasse bieten

unvergleichliche Atmosphäre für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen aller Art.

Überhaupt kann sich das Kulturangebot der Stadt, die an einer der malerischsten Stellen des Bodenseeses gelegen ist, sehen lassen.

Gegenüber der spätbarocken Pfarrkirche St. Martin und dem Hospital zum Hl. Geist befindet sich ein wahres Kunst-Schatzkästchen am Bodensee. Das Museum Langenargen, in dem sich Kunstwerke und Zeugnisse aus der über 1200-jährigen Geschichte Langenargens befinden. Künstler, die in der Region geboren worden oder in sonst einer Weise eng mit dem Ort verbunden waren oder sind, werden vorgestellt. Das Museum beherbergt die zweitgrößte öffentliche Sammlung des Malers Hans Purrmann, einem Schüler und Freund von Henri Matisse. Nur die Ausstellung in Purrmanns Heimatstadt Speyer übertrifft das hier gezeigte.

Jährlich wechselnde Sonderausstellungen im Obergeschoss, der „Bel Etage“ runden das kulturelle Angebot des Museums ab.

Ein weiterer Treffpunkt für Kulturfreunde ist der Münzhof, der 1988 eröffnet wurde. Seine reiche Geschichte begann 1621, als Graf Hugo von Montfort in Langenargen eine Münzstätte errichten ließ, die aber im 30-jährigen Krieg durch die Schweden zerstört wurde. 1675 entstand daneben ein „neuer Münzhof“, der aber 1733 einem Brand nach Blitzschlag zum Opfer fiel. 1735 erfolgte der Wiederaufbau des heutigen Gebäudes, das nach seiner kompletten Sanierung seit 1988 kultureller Hotspot Langenargens ist. Im Münzhof wird ein vielseitiges, kulturelles Programm mit nationalen und internationalen Künstlern geboten. Puren Jazzgenuss beispielsweise gibt es hier in den Sommermonaten.

Noch nicht genug Kultur? Kein Problem – denn das Kavalierhaus am Rand des Langenargener Schlossparks beherbergt einen Veranstaltungssaal mit Platz für bis zu 50 Personen sowie ein Restaurant mit Bar und Lounge. Und eine Besonderheit weist das Kavalierhaus auch noch auf: Weil die barocke Konzeption von Karl I. von Württemberg vorsah, in der inneren und äußeren Gestaltung des Gebäudes vollkommene Symmetrie herrschen zu lassen, wurde das zweite Toilettenfenster gegen die Straße als Attrappe eingearbeitet.

In Langenargen gibt es eine Vielzahl an Restaurants und Cafés, die zum Teil direkt am See liegen oder im malerischen Ortskern zum Verweilen einladen. Gemütliche und urige Landgasthöfe, kleine Bars, Kneipen und Seeterrassen runden das Angebot ab. Die sogenannten „Rädle“, wie die ländlichen Besen- oder Straußenwirtschaften nur in der Bodenseeregion genannt werden, haben zwar nicht ganzjährig geöffnet, aber sie bieten in einigen Wochen im Jahr Touristen und Einheimischen ein ganz besonderes Erlebnis bei einer zünftigen Vesper und hauseigenen Weinen. Wann ein Rädle geöffnet hat, lässt sich ganz leicht daran erkennen, dass ein großes Wagenrad vor dem Eingang aufgehängt ist.

Langenargen zählt zu den attraktivsten und bekanntesten Tourismusstandorten am Bodensee. Gleichzeitig bietet die Stadt als Wirtschaftsstandort innovativen leistungs- und wettbewerbsfähigen Unternehmen Heimat. So ist vor allem das Gewerbegebiet „Krumme Jauchert/Mühlesch“ geprägt von einem vielfältigen Branchenmix. Der Arzt für Naturheilverfahren findet sich hier ebenso wie eine Bootswerft, der Schreiner, die international tätige Firma für Sitzsysteme Aguti oder auch das Bodensee-Seminarhaus. Die Branchenvielfalt ist in der rührigen Gemeinde beeindruckend.

 Autorin: Frauke Vangierdegom 

Brauchtum wird in Langenargen großgeschrieben. So zählt die Fastnacht zu den ältesten Gebräuchen in Langenargen, die sich über Jahrhunderte hinweg erhalten haben. Zwischen Dreikönigstag und Aschermittwoch zieht es alljährlich tausende von einheimischen und auswärtigen Besuchern in die Stadt. Sie erleben mit wie der über 20 Meter hohe Narrenbaum als Symbol der Ortsfasnet händisch mittels sogenannter Schwalben ins Lot gebracht wird oder sich am Faschingssonntag bis zu 500 Maskenträger und Musikanten am traditionellen Narrensprung beteiligen. 

Die Kabelbrücke in Langenargen wurde im Jahre 1897 von Karl von Leibbrand erbaut und zählt zu den ältesten Hängebrücken in Deutschland.
Auf der Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 wurden neben anderen Brückenbauern auch die Konstruktionspläne für die Argenbrücke vorgestellt. Diese sollen in der Folge als Vorbild für die Golden Gate Bridge in San Francisco gedient haben, die1936 fertiggestellt wurde.

Obere Seestraße 1

88085 Langenargen

Tel.: +497543/93300

www.langenargen.de

LANGENAREN

Live and work in the "Städtle with a touch of the Orient"

“Langenargen can only be compared with the most beautiful views near Genoa and Naples”, the literary figure Annette von Droste-Hülshoff already knew in the 19th century.

 

Located 400 metres above sea level, Langenargen on Lake Constance offers the best view of the lake itself and the Alpine panorama and is therefore not called “the sun parlour of Lake Constance” for nothing. The landmark, Montfort Castle, is situated on a headland. The “most beautiful ruin I have ever seen”, as Annette von Droste-Hülshoff describes it in one of her letters, was torn down in 1861. Since 1866, the Montfort Castle, built in Moorish style, has stood in its place. The landmark of Langenargen spreads a touch of oriental flair and is now owned by the municipality. Its concert hall and the fantastic lakeside terrace offer

the incomparable atmosphere for cultural and social events of all kinds.

In general, the cultural offerings of the city, which is located in one of the most picturesque parts of Lake Constance, are impressive.

Opposite the late-baroque parish church of St. Martin and the Hospital zum Hl. Geist is an actual art treasure chest on Lake Constance. The Langenargen Museum, which houses works of art and evidence of Langenargen’s 1200-year history. Artists from this region or those, who are in some other way closely connected with the place, are presented. The museum houses the second largest public collection of the painter Hans Purrmann, a student and friend of Henri Matisse. Only the exhibition in Purrmann’s hometown Speyer surpasses that shown here.

Annually changing special exhibitions on the upper floor, the “Bel Etage”, round off the cultural offerings of the museum.

Another meeting place for culture lovers is the Münzhof, which was opened in 1988. Its rich history began in 1621 when Count Hugo von Montfort had a mint built-in Langenargen, but it was destroyed by the Swedes during the 30-year war. In 1675 a “new mint” was built next to it, but it fell victim to a fire after being struck by lightning in 1733. In 1735, the current building was rebuilt and, after its complete renovation, has been Langenargen’s cultural hotspot since 1988. The Münzhof offers a varied cultural program with national and international artists. Pure jazz enjoyment, for example, can be enjoyed here in the summer months.

Still not enough culture? No problem – because the Kavalierhaus on the edge of the Langenargener Schlosspark houses an event hall with room for up to 50 people as well as a restaurant with a bar and lounge. And the Kavalierhaus also has a unique feature: Because the baroque concept of Karl I. von Württemberg intended to create perfect symmetry in the inner and outer design of the building, the second toilet window facing the street was incorporated as a dummy.

In Langenargen there are a large number of restaurants and cafés, some of which are located directly on the lake or invite you to linger in the picturesque town centre. Cosy and rustic country inns, small bars, pubs and lake terraces round off the offer. The so-called “Rädle”, as the rural broom or ostrich taverns are only called in the Lake Constance region, are not open all year round. Still, they offer tourists and locals an exceptional experience with a hearty snack and homemade wines during a few weeks of the year. It is easy to tell when a wheel is open because a large wagon wheel is hung in front of the entrance.

Langenargen is one of the most attractive and well-known tourist locations on Lake Constance. At the same time, the town as a business location offers a home to innovative, efficient and competitive companies. Thus, especially the industrial area “Krumme Jauchert/Mühlesch” is characterized by a diverse mix of industries. The doctor for naturopathic treatment can be found here as well as a boatyard, the carpenter, the internationally active company for seating systems Aguti or the Bodensee-Seminarhaus. The variety of branches is impressive in this dynamic community
 

 Author: Frauke Vangierdegom
Translation: Brigitta Ernst  

Tradition is essential in Langenargen. Thus the carnival is one of the oldest customs in Langenargen, which have been preserved over centuries. Between Epiphany and Ash Wednesday, thousands of local and foreign visitors are drawn to the town every year. They experience with how the more than 20-metre-high fool’s tree as a symbol of the local carnival is brought into balance by hand using so-called swallows or on Shrove Tuesday up to 500 mask wearers and musicians take part in the traditional fool’s jump.

The cable bridge in Langenargen was built in 1897 by Karl von Leibbrand and is one of the oldest suspension bridges.

Langenargen

Obere Seestraße 1

88085 Langenargen

Tel.: +497543/93300

www.langenargen.de