Sipplingen

SIPPLINGEN

Die Quelle des Lebens am Bodensee

Blick vom Pfänder auf Bregenz ++ View from the Pfänder down to Bregenz. Image by: AdobeStock

Sipplingen ist eine Gemeinde im Bodenseekreis in Baden-Württemberg, der im Bereich Wasserversorgung eine besondere Bedeutung zukommt. Denn das Trinkwasser der Bodensee-Wasserversorgung wird in Sipplingen aus dem Bodensee entnommen. Nicht umsonst wird Sipplingen auch „Die Quelle des Lebens“ genannt. Die Bodensee-Wasserversorgung entnimmt das 5 Grad Celsius kühle Rohwasser aus 60 Meter Tiefe im Überlinger See vor Sipplingen. Drei Entnahmeleitungen bringen das Wasser zum Seepumpwerk. Sechs Pumpen fördern es dann zu der 310 Meter höher gelegenen Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg. Bis zu 9000 Liter pro Sekunde können gefördert werden. Von dort aus transportieren rund 1700 Kilometer Leitungen mit einem Durchmesser von bis zu 1,60 Meter das Wasser aus der etwa 2150 Einwohner zählenden Gemeinde bis zur nördlichen Landesgrenze.

Auch historisch hat der Ort eine herausragende Position: Denn die Pfahlbautenstationen vor Sipplingen, die im Winter 1864/65 entdeckt wurden, gehören nach Ansicht der Archäologen zu den wertvollsten und ergiebigsten Fundplätzen aus der Pfahlbauzeit im gesamten Bodenseeraum. Immerhin sind etwa 70 Siedlungsplätze am deutschen und 24 am schweizerischen Bodenseeufer bekannt.  Die Pfahlbaudörfer vor Sipplingen werden auf die Zeit 3840 bis 1800 v.Chr., also dem Ende der Jungsteinzeit zugeordnet.

Das Dorf Sipplingen dürfte in der Zeit des 6. bis 8. Jahrhunderts nach Christus entstanden sein.

Weinbau wurde in Sipplingen vermutlich seit dem 13. Jahrhundert betrieben, wobei sich der Ort in den beiden darauffolgenden Jahrhunderten zu einem bedeutenden Weinbauort entwickelte. Mittlerweile ist die Bedeutung des Weinbaus gesunken, durchgesetzt hat sich der Obstbau. Die rund 6000 Kirschbäume haben Sipplingen zu seinem bekannten Ruf als Kirschbaugemeinde verholfen.

Autorin: Frauke Vangierdegom 

Unter dem Motto “kühl, klar und sauber” kann man die Bodensee-Wasserversorgung-Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg besichtigen. Es werden Führungen für Gruppen, Einzelpersonen und spezielle Kinderführungen angeboten. Mehr Informationen hier: www.bodensee-wasserversorgung.de

Sipplingen bietet einen idealen Einstieg in den Wanderweg „SeeGang“. Von hier aus haben Wanderer mit Schiff, Bahn und Bus eine hervorragende Verkehrsanbindung, die es ermöglicht, die Wanderetappen nach Wunsch zu gestalten.

Gemeinde Sipplingen

Jahnstr. 5

78354 Sipplingen

Tel: 00497551/80960

www.sipplingen.de

SIPPLINGEN

The source of life at Lake Constance

Sipplingen is a community in the Lake Constance district in Baden-Württemberg, which is of particular importance in the field of water supply. The reason is: because they take the drinking water of the Lake Constance water supply in Sipplingen and it comes from Lake Constance. It is not for nothing that Sipplingen is also called “The Source of Life”. The Lake Constance water supply takes the raw water, which is 5 degrees Celsius cool, from a depth of 60 metres in the Überlinger See off Sipplingen. Three extraction pipes bring the water to the lake pumping station. Six pumps then transport it to the treatment plant on the Sipplinger Berg, 310 metres higher up. Up to 9000 litres per second can be pumped.  1,700 kilometres pipes, with a diameter up to 1.60 metres, transport the water from this municipality to the northern border of the country.

The town also has an outstanding historical position: The pile dwelling stations off Sipplingen, which were discovered in the winter of 1864/65, are, according to archaeologists, among the most valuable and productive sites from the pile dwelling period in the entire Lake Constance region. After all, about 70 settlement sites on the German and 24 on the Swiss shore of Lake Constance are known.  The pile-dwelling villages off Sipplingen have attributed to the period 3840 to 1800 BC, i.e. the end of the Neolithic period.

The village of Sipplingen probably originated in the period between the 6th and 8th century AD.

Viticulture was probably practised in Sipplingen since the 13th century, and in the two following centuries, the village developed into an important wine-growing village. In the meantime, the importance of viticulture has declined, and fruit growing has become more widespread. The approximately 6000 cherry trees have helped Sipplingen to its well-known reputation as a cherry-growing community.

 Author: Frauke Vangierdegom
Translation: Brigitta Ernst  

Under the motto “cool, clear and clean” you can visit the Lake Constance water treatment plant on the Sipplinger Berg. There are guided tours for groups, individuals and special tours for children. More information here: www.bodensee-wasserversorgung.de

Sipplingen offers an ideal introduction to the “SeeGang” hiking trail. From here, hikers have excellent transport connections by boat, train and bus, which makes it possible to arrange the hiking stages as desired.

Community Sipplingen

Jahnstr. 5

78354 Sipplingen

Tel: 00497551/80960

www.sipplingen.de